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Sr. M. Otheriga (Walburga) Gilch (1895 -1983)

Schwester M. Otheriga (Walburga) Gilch

geb. 25.2.1895 in Mitteleschenbach

Kreis Gunzenhausen, Diözese Eichstätt

Profess am 21.4.1918 im Kloster Maria Stern

gestorben 9.9.1983 in Fünfstetten

letzte Ruhestätte in Fünfstetten

 

Walburga Gilch kam als 16-jährige in die Kandidatur unseres Klosters. In ihrer Heimat hatte sie die Volks- und Berufsschule besucht und ist mit einer Reihe von Geschwistern in der Mühle und Landwirtschaft der Eltern aufgewachsen. Im Jahre 1915/16 besuchte sie das Kindergärtnerinnenseminar in Nördlingen. Die Eigenschaften, die Frau M. Gervasia Kächelein, die damalige Oberin vom Kloster Nördlingen, Walburga Gilch zuerkannte, hat sie ein Leben lang gezeigt und vervollkommnet. Unter anderem heißt es im Zeugnis: "Währen„ dieser Zeit bekundete sie ein musterhaftes Betragen, arbeitete mit sehr lobenswertem Fleiße an den für die Betätigung der Kinder in Frage kommenden Beschäftigungsmitteln, zeigte im Umgang mit den Kindern anerkennenswerte Geduld, Liebe und unbedingte Zuverlässigkeit. Ihr großer häuslicher Sinn verdient besonderer Hervorhebung.“

So ausgerüstet, bat Walburga 1917 um das Ordenskleid. Bei der Einkleidung erhielt sie ihren neuen Namen M. Otheriga. Am 21. April 1918 sprach sie das Ja ihres Lebens zum Herrn. Und schon ging es hinaus aus den Mauern des Noviziates. Dietfurt war die erste Station. Pfersee, Blaichach, München-Neuhausen, Pöttmes (1024 – 1937) folgten. In Karlstadt Theresienheim war sie von 1938 – 1969. Überall hat sie in ihrer ruhigen und feinen Art als Kindergärtnerin gewirkt. Noch gerne erzählte sie in den Tagen ihres Ruhestandes in Fünfstetten von „ihren Kindern“, die ihr ans Herz gewachsen waren. Trotz  Kränklichkeit, die sie gelegentlich zum Aussetzen gezwungen hat, war sie als ordnungs- und kinderliebende, frohe und fromme Kindergärtnerin bei Kindern und Eltern geschätzt und beliebt. Gelegentlich konnte der Stadtpfarrer von Karlstadt äußern: „Wen soll ich mehr bewundern, die Kinder oder Frau Otheriga?“

Im kleinen Konvent war M. Otheriga das beste Beispiel. Als Oberin verstand sie eine gemütlich3e und familiäre Atmosphäre zu schaffen, so dass sich die drei/vier Schwestern recht wohl fühlten. Aus der innigen Beziehung zum Herrn fand M. Otheriga auch die rechte Beziehung zu ihren Mitschwestern und zu den Leuten der Stadt. Selbst heute nach vielen Jahren des Abschieds von Karlstadt trauern noch manche der kleinen schönen Gemeinschaft nach.

Schwester M. Otheriga hatte zeitlebens eine gute Verbindung mit ihren Angehörigen. Viele kamen aus der Heimat, um ihr die letzte Ehre zu geben. Auch der Rektor von Pöttmes, einstmals ein Kindergartenbub von Frau Otheriga kam und dankte am Grab für die Güte, die er durch diese schlichte und fromme Ordensfrau erfahren hat.

Der Herr schenke ihr die ewige Heimat.

Gottesdienstzeiten

Heilige Messen in der Pfarrei Mitteleschenbach

Sonntag 8.00 Uhr, 9.30 Uhr (Ferien geänderte Zeiten)